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Poesie
Wenn das Innerste sich der Welt öffnet
Mir wurde eines Tages vorgeschlagen, den Jahreskalender des OCCE 88 mit meinen fotografischen Arbeiten zu illustrieren. Daraus entstand die Idee, originale Gedichte in meiner eigenen Handschrift hinzuzufügen. Eine wunderbare Gelegenheit, dem kreativen Spiel Tiefe zu verleihen, gleichzeitig ins eigene Innere einzutauchen und sich der Welt zu schenken.
Hinweis: Klicken Sie auf ein Bild oder einen Text, um ihn zu vergrößern.


Aus Wasser und Feuer
Getauft im frischen Schein,
Pionierin, ganz allein,
Auf jungfräulichem Land,
Das niemand je gekannt.
Hier bin ich, leicht und eingehüllt,
Von fremdem Licht ganz still erfüllt,
Das erste, einige, vertraute,
Das mir den Weg ins Innre baute.
In ihm geformt, aus ihm geboren,
Von ihm zum Leben auserkoren,
Vivifiziert in seinem Schein,
Bin ich nun ganz und gar sein Sein
Pionierin, ganz allein,
Auf jungfräulichem Land,
Das niemand je gekannt.
Hier bin ich, leicht und eingehüllt,
Von fremdem Licht ganz still erfüllt,
Das erste, einige, vertraute,
Das mir den Weg ins Innre baute.
In ihm geformt, aus ihm geboren,
Von ihm zum Leben auserkoren,
Vivifiziert in seinem Schein,
Bin ich nun ganz und gar sein Sein


Ein sanftes, helles Lachen
So weit ich weiß, warst du mir nah,
Ein Schatten, den ich immer sah.
Im Vergessen, tief und schwer,
Im Grund der Nacht, wo nichts mehr war,
In der Leere, wo ich floh vor dir.
Wie im Unendlichen der Gier,
Meiner Wünsche, groß und wirr,
Die du mit einem Lachen nur
Erfülltest ganz auf jeder Spur,
In einer Explosion des Lebens.
Ein Schatten, den ich immer sah.
Im Vergessen, tief und schwer,
Im Grund der Nacht, wo nichts mehr war,
In der Leere, wo ich floh vor dir.
Wie im Unendlichen der Gier,
Meiner Wünsche, groß und wirr,
Die du mit einem Lachen nur
Erfülltest ganz auf jeder Spur,
In einer Explosion des Lebens.


Dein Shatz
Vergiss es nicht, es ist gewiss,
Dass tief in dir, in der Finsternis,
Im tiefsten Grund, da liegt bereit,
Der größte Schatz: die Ewigkeit.
Tauche ein, ohn’ Unterlass,
Mit deinen Netzen, fest und gross,
In deines Innern Meer hinein,
Und lass die Tiefe dein eigen sein.
Zieh sie herauf, sieh an das Licht,
Das Universum, das dich umflicht,
Das in dir wohnt, so weit und klar,
Und macht dein Wesen ganz und wahr.
Zähme die Wesen, die dort ruhn,
Die in Still' und Nacht ihr Werk tun,
Die warten nur auf deinen Blick,
Um dir zu geben dein Geschick.
Sie harren aus, zu jeder Zeit,
In tiefer, stiller Bereitheit,
Sich dir zu zeigen, hell und frei,
Und dir zu zeigen, wer du sei.
Dass tief in dir, in der Finsternis,
Im tiefsten Grund, da liegt bereit,
Der größte Schatz: die Ewigkeit.
Tauche ein, ohn’ Unterlass,
Mit deinen Netzen, fest und gross,
In deines Innern Meer hinein,
Und lass die Tiefe dein eigen sein.
Zieh sie herauf, sieh an das Licht,
Das Universum, das dich umflicht,
Das in dir wohnt, so weit und klar,
Und macht dein Wesen ganz und wahr.
Zähme die Wesen, die dort ruhn,
Die in Still' und Nacht ihr Werk tun,
Die warten nur auf deinen Blick,
Um dir zu geben dein Geschick.
Sie harren aus, zu jeder Zeit,
In tiefer, stiller Bereitheit,
Sich dir zu zeigen, hell und frei,
Und dir zu zeigen, wer du sei.


Punkt-Strich.
Punkt-Strich.
Was suchst du mir zu sagen?
In dieser feinen Sprache klar,
Die aus der Urzeit offenb'bar.
Hat dies Bezug zu jenem Schrei,
Der in mir tobt wie Raserei?
Den Lärm, der dir gleichgültig scheint,
Bis du ihn löst, wo er sich eint.
Schweigen?
Vollkommen!
Was suchst du mir zu sagen?
In dieser feinen Sprache klar,
Die aus der Urzeit offenb'bar.
Hat dies Bezug zu jenem Schrei,
Der in mir tobt wie Raserei?
Den Lärm, der dir gleichgültig scheint,
Bis du ihn löst, wo er sich eint.
Schweigen?
Vollkommen!


Murmeln
Ein leiser Lufthauch nur,
Ein Murmeln kaum,
Dreimal nichts im Raum.
Dann einige Noten,
Von Musik, die woben
Sich fester im Traum.
Plötzlich dann, geschwind,
Tausend Saiten im Wind,
Im Chor vereint,
Wirbeln wild, wie gemeint.
Endlich, sacht,
Alles sich ins Nichts verflacht.
Ein Murmeln kaum,
Dreimal nichts im Raum.
Dann einige Noten,
Von Musik, die woben
Sich fester im Traum.
Plötzlich dann, geschwind,
Tausend Saiten im Wind,
Im Chor vereint,
Wirbeln wild, wie gemeint.
Endlich, sacht,
Alles sich ins Nichts verflacht.


Hybris
O dunkler Tor, so stolz gebläht,
Weil du mit Glanz den Weg gegangen,
Das Atomgeheimnis hast erfangen?
Im Wahn, als festes Axiom,
Du seist ein hocherhab’ner Demiurg,
Dem sich beugt alles Sein im Bogen,
Sich gibt, sich fügt, ganz hingegeben?
Fürchtest du nicht, an jenem Tag,
In letztem Staunen, starr und kahl, Vitrifiziert zu sein zur Qual?
Weil du mit Glanz den Weg gegangen,
Das Atomgeheimnis hast erfangen?
Im Wahn, als festes Axiom,
Du seist ein hocherhab’ner Demiurg,
Dem sich beugt alles Sein im Bogen,
Sich gibt, sich fügt, ganz hingegeben?
Fürchtest du nicht, an jenem Tag,
In letztem Staunen, starr und kahl, Vitrifiziert zu sein zur Qual?


Im Waldesgrunde,
Er ist da, im Waldesgrunde,
Ruhend in der stillen Stunde.
Zufrieden, froh, in Frieden ganz,
Seit ewigen Zeiten, ohne Glanz.
Manche, mit betrübtem Sinn,
Glauben, er sei tot darin,
Versteinert, starr, für immer fort,
Doch sie irren sich am Ort.
Komm näher, horch, vernimm sogleich,
Das Flüstern leis, im Eichenreich.
Wenn er sich zu deinem Ohr neigt,
Ein leises Wort da empor steigt.
Ruhend in der stillen Stunde.
Zufrieden, froh, in Frieden ganz,
Seit ewigen Zeiten, ohne Glanz.
Manche, mit betrübtem Sinn,
Glauben, er sei tot darin,
Versteinert, starr, für immer fort,
Doch sie irren sich am Ort.
Komm näher, horch, vernimm sogleich,
Das Flüstern leis, im Eichenreich.
Wenn er sich zu deinem Ohr neigt,
Ein leises Wort da empor steigt.


Werde
Geh! Leb! Werde!
Von meiner Kraft,
Nähr dich mit Saft.
An meiner Quelle,
Trink dich an der Fülle.
Wie der Punkt, licht und klar,
Draus zieht der Strich, nackt und wahr.
Sei reich an Sein, jauchze froh, führe es so,
Und diene – ganz und gar!
Von meiner Kraft,
Nähr dich mit Saft.
An meiner Quelle,
Trink dich an der Fülle.
Wie der Punkt, licht und klar,
Draus zieht der Strich, nackt und wahr.
Sei reich an Sein, jauchze froh, führe es so,
Und diene – ganz und gar!


Bruderschaft
Barriere oder enger Zaun,
Was gibt es dahinter zu schaun?
Oder davor im hellen Schein?
Und wär' es nur ein Freundesreihn,
Die sich die Hände reichend rein?
Ein Brückenbild, quer angeseh'n?
Eine Leiter, flach zu sehn,
Die auf der Erde liegt im Wehn?
Gleich viel, was es auch sei!
Ich lieb' die Wärme, frei und neu,
Die tät'ge Bruderschaft dabei,
Die strömt aus diesen Linien frei,
In ihrem eng verschlung'nen Reihn.
Was gibt es dahinter zu schaun?
Oder davor im hellen Schein?
Und wär' es nur ein Freundesreihn,
Die sich die Hände reichend rein?
Ein Brückenbild, quer angeseh'n?
Eine Leiter, flach zu sehn,
Die auf der Erde liegt im Wehn?
Gleich viel, was es auch sei!
Ich lieb' die Wärme, frei und neu,
Die tät'ge Bruderschaft dabei,
Die strömt aus diesen Linien frei,
In ihrem eng verschlung'nen Reihn.


Palingenesie
Unfassbares Geheimnis, welch Kunst,
Für das Leben, voll Gunst:
Sich zu senken in die Erd’,
Sterben, stumm und beschwert,
Ohne Laut, im Dunkel ganz,
Wo man glaubt, er irre ohne Glanz,
Ziellos, ohne Halt und Stütz’,
In der Nacht, so kalt und spitz’.
Doch schon rauscht es leis’ herbei,
Ein Geflüster, neu und frei:
Seine Rückkehr in das Leben,
Ist ihm schon im Hauch gegeben.
Für das Leben, voll Gunst:
Sich zu senken in die Erd’,
Sterben, stumm und beschwert,
Ohne Laut, im Dunkel ganz,
Wo man glaubt, er irre ohne Glanz,
Ziellos, ohne Halt und Stütz’,
In der Nacht, so kalt und spitz’.
Doch schon rauscht es leis’ herbei,
Ein Geflüster, neu und frei:
Seine Rückkehr in das Leben,
Ist ihm schon im Hauch gegeben.


Fledertier
Wie ein Nachtvogel schwer,
Aus der Dunkelheit her,
Sieh, er steigt empor!
Mächtig schwingt er sich empor,
In einem Flüstern, kein lauter Chor,
Das kaum das Ohr je nahm zuvor
Unaufhaltsam ist er,
Furchtbar, groß und hehr,
Mächtig wie kein andrer.
Und doch ist er nichts,
Nur ein Hauch im Licht,
Nur ein Wehn des Winds.
Aus der Dunkelheit her,
Sieh, er steigt empor!
Mächtig schwingt er sich empor,
In einem Flüstern, kein lauter Chor,
Das kaum das Ohr je nahm zuvor
Unaufhaltsam ist er,
Furchtbar, groß und hehr,
Mächtig wie kein andrer.
Und doch ist er nichts,
Nur ein Hauch im Licht,
Nur ein Wehn des Winds.


Seraphisch
Kaum geboren, nein, nicht von gestern,
Aus Morgentau, so rein und hehr,
Bin ich die Frucht, das schwör ich dir.
Ich steh vor dir, so arglos schier,
Des Himmels Spiegel, klar und licht,
Noch unreif fast, doch welch Gedicht! Sublim und nackt, in Pracht entfacht.
Ich schenk mich dir, in dieser Pracht, Seraphisch rein, voll Himmelsmacht!
Aus Morgentau, so rein und hehr,
Bin ich die Frucht, das schwör ich dir.
Ich steh vor dir, so arglos schier,
Des Himmels Spiegel, klar und licht,
Noch unreif fast, doch welch Gedicht! Sublim und nackt, in Pracht entfacht.
Ich schenk mich dir, in dieser Pracht, Seraphisch rein, voll Himmelsmacht!


Umkehr
O meine Süße, ach, warum
Hab ich dich nicht gehegt mit Sinn?
Nun wuchert wild, in wirr’m Getu’m,
Die irre Seele tief darin.
Verlassen, ach, von meiner Hand,
Hat sich ein And’rer deiner erwehrt,
Entriss dich meinem Liebesband,
Zu meinem Leid, das mich verzehrt.
Verzeih, o du Geliebte mein,
Sing’ endlich wieder, Sehnsucht rein!
Lass uns in neuer Wonne sein,
Vom Grund der Seele ganz geweiht.
Hab ich dich nicht gehegt mit Sinn?
Nun wuchert wild, in wirr’m Getu’m,
Die irre Seele tief darin.
Verlassen, ach, von meiner Hand,
Hat sich ein And’rer deiner erwehrt,
Entriss dich meinem Liebesband,
Zu meinem Leid, das mich verzehrt.
Verzeih, o du Geliebte mein,
Sing’ endlich wieder, Sehnsucht rein!
Lass uns in neuer Wonne sein,
Vom Grund der Seele ganz geweiht.


Aus dem Nichts
Zuerst leer,
Füllt sich mehr und mehr
Der Raum.
Linien erscheinen,
Klar und im Reinen,
Kontrastreich im Traum.
Eine Landschaft entsteht,
Die Berge umweht,
Schroff und kühn.
Mit Flüssen so klar,
Und Tälern wunderbar,
Die sich darin ziehn.
Oder ist es vielleicht
Ein Meeresgrund, der bleicht,
Tief und marin?
Diese ferne Welt,
Die uns so gefällt,
Bleibt ein Geheimnis darin.
Wie im Morgenlicht,
Das die Nacht durchbricht,
Am Jahresbeginn.
Füllt sich mehr und mehr
Der Raum.
Linien erscheinen,
Klar und im Reinen,
Kontrastreich im Traum.
Eine Landschaft entsteht,
Die Berge umweht,
Schroff und kühn.
Mit Flüssen so klar,
Und Tälern wunderbar,
Die sich darin ziehn.
Oder ist es vielleicht
Ein Meeresgrund, der bleicht,
Tief und marin?
Diese ferne Welt,
Die uns so gefällt,
Bleibt ein Geheimnis darin.
Wie im Morgenlicht,
Das die Nacht durchbricht,
Am Jahresbeginn.


Meine Freude
Meine Freude brich aus
Und bleib in Dir zu Haus,
O Wesen, das ich liebe.
Nimm mich auf in deinen Schoß,
Erhabnes Perlengewande,
Sternenhimmel meiner Tage,
Kathedrale voll von Licht.
Sei die Fassung meines Herzens groß.
Dass ewig darin klinge
Mein kristallnes Lied.
Gesang der Liebe,
Leidenschaftliches Lob.
Am Tag dieses Festes,
Der unsre Hochzeit ist,
Am Abend meines Lebens.
Und bleib in Dir zu Haus,
O Wesen, das ich liebe.
Nimm mich auf in deinen Schoß,
Erhabnes Perlengewande,
Sternenhimmel meiner Tage,
Kathedrale voll von Licht.
Sei die Fassung meines Herzens groß.
Dass ewig darin klinge
Mein kristallnes Lied.
Gesang der Liebe,
Leidenschaftliches Lob.
Am Tag dieses Festes,
Der unsre Hochzeit ist,
Am Abend meines Lebens.


Ein Leben
Tauche ein, o Seele mein,
In dein Menschsein, tief und rein.
Eine Landschaft, mal eisig kalt,
Mal von Wärme gestalt.
Scheinbar starr, doch wohlbewegt,
Von innerem Sturm stark erregt.
Es ist so gut, hier einzudringen,
Um die Schatten zu bezwingen.
Der Schimmer, kaum noch zugedeckt,
Vor vielen Farben, unversteckt,
Erinnert dich daran sogleich:
Der Weg war steil, doch wunderreich,
Wie karg er schien, doch klar und wahr,
War diese Fahrt, Jahr für Jahr.
In dein Menschsein, tief und rein.
Eine Landschaft, mal eisig kalt,
Mal von Wärme gestalt.
Scheinbar starr, doch wohlbewegt,
Von innerem Sturm stark erregt.
Es ist so gut, hier einzudringen,
Um die Schatten zu bezwingen.
Der Schimmer, kaum noch zugedeckt,
Vor vielen Farben, unversteckt,
Erinnert dich daran sogleich:
Der Weg war steil, doch wunderreich,
Wie karg er schien, doch klar und wahr,
War diese Fahrt, Jahr für Jahr.


Der Wald
Der Wald ruft mich, er fordert mich,
Hör seinen Ruf, o Wandrer, für dich.
Ob Weggefährte oder Gast,
Der nur vorüberziehend rast.
Es ist nicht der Sirenen Sang,
Der dich verirrt im Irrgang lang,
Und dich verlässt in Todeszwang.
Dies Mahnen ist des Lebens Drang.
Geh, folge ihm, zur Quelle hin,
Wo du erneut du selber bist,
Ganz heil, in tiefer Stille klar,
Urständlich, wie du immer warst.
[Huldingung an Émile Gallé]
Hör seinen Ruf, o Wandrer, für dich.
Ob Weggefährte oder Gast,
Der nur vorüberziehend rast.
Es ist nicht der Sirenen Sang,
Der dich verirrt im Irrgang lang,
Und dich verlässt in Todeszwang.
Dies Mahnen ist des Lebens Drang.
Geh, folge ihm, zur Quelle hin,
Wo du erneut du selber bist,
Ganz heil, in tiefer Stille klar,
Urständlich, wie du immer warst.
[Huldingung an Émile Gallé]


Labyrinth
Welchen Sinn erwählen?
Wohin mich wagen?
Wachsen und voranschreiten,
Doch niemals mich beugen.
Nicht Theseus –
Welch armseliger Königlein!
Und auch nicht Ikarus,
Mit einem solch traur’gem Diadem gekrönt!
In allem, stets immer mehr
Leicht bleiben, noch schwer
Tag für Tag ganz licht,
Wach und flink im Schritt,
Lebendig und geschickt
Um, aus dem Labyrinth,
Mich durch den Höchsten zu befrei'n
Wohin mich wagen?
Wachsen und voranschreiten,
Doch niemals mich beugen.
Nicht Theseus –
Welch armseliger Königlein!
Und auch nicht Ikarus,
Mit einem solch traur’gem Diadem gekrönt!
In allem, stets immer mehr
Leicht bleiben, noch schwer
Tag für Tag ganz licht,
Wach und flink im Schritt,
Lebendig und geschickt
Um, aus dem Labyrinth,
Mich durch den Höchsten zu befrei'n


Das Nichts
O Nichts, Geheimer Abgrund,
Bodenlos und lichtlos, mein Grund
Allerheiligstes, das mich rief
Wo meines Herzens Falten, tief
Das Wort in tiefer Stille weben
Wo alles schweigt im Ew’gen
Selbst das Firmament erbleicht
Verlischt, wenn es Ihn erreicht
Da, wo alles hängt, auch
Im Einen Hauch
Bodenlos und lichtlos, mein Grund
Allerheiligstes, das mich rief
Wo meines Herzens Falten, tief
Das Wort in tiefer Stille weben
Wo alles schweigt im Ew’gen
Selbst das Firmament erbleicht
Verlischt, wenn es Ihn erreicht
Da, wo alles hängt, auch
Im Einen Hauch


Farandole
Verrückte Farandole,
Oder Tanz, frivol und hohl.
Niemand hat es je gewusst,
Warum sie sich so entblößt, gelöst.
Trunken vor Freude,
Beim festlichen Reigen,
Um zu ehren im Kleide,
Der langen Tage Steigen.
Zärtlich geschmiegt,
In des lichtes Schoß,
Die Sonne liegt,
Als Liebster, groß und bloß.
Sie deklamieren stumm,
In wilder Trance,
Das Leben ringsum –
Feiert die Renaissance!
Oder Tanz, frivol und hohl.
Niemand hat es je gewusst,
Warum sie sich so entblößt, gelöst.
Trunken vor Freude,
Beim festlichen Reigen,
Um zu ehren im Kleide,
Der langen Tage Steigen.
Zärtlich geschmiegt,
In des lichtes Schoß,
Die Sonne liegt,
Als Liebster, groß und bloß.
Sie deklamieren stumm,
In wilder Trance,
Das Leben ringsum –
Feiert die Renaissance!


Altweibersommer
Letzte Strahlen des Sommers, kommt her, Mit eurer Sanftmut, mild und hehr.
Die Haut mir streicheln, zart und rein,
Das Herz erwärmen, lass es ein !
Doch wenn die Stunde schlägt, ist’s Zeit,
Muss ich mich fügen, es ist soweit,
Mit ein’gem Leid, das in mir bleibt,
Euch ziehen lassen, wie der Wind treibt.
Die Haut mir streicheln, zart und rein,
Das Herz erwärmen, lass es ein !
Doch wenn die Stunde schlägt, ist’s Zeit,
Muss ich mich fügen, es ist soweit,
Mit ein’gem Leid, das in mir bleibt,
Euch ziehen lassen, wie der Wind treibt.


Herbstwind
Wie ich dich liebe,
Und innig hege,
Wenn du, in bunter Tracht,
Entrückst und fortträgst
In wildem Reigentanz
Die Welt, die welkend liegt.
Wie der verliebte Mann,
Der, fern von Sattsein,
Nicht müde wird, berauscht,
Zu drängen, ungestillt:
O Herbstwind!
Und innig hege,
Wenn du, in bunter Tracht,
Entrückst und fortträgst
In wildem Reigentanz
Die Welt, die welkend liegt.
Wie der verliebte Mann,
Der, fern von Sattsein,
Nicht müde wird, berauscht,
Zu drängen, ungestillt:
O Herbstwind!
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